Hansgrohe Group
Auf dem Weg zur Dekarbonisierung

Feierliche Eröffnung des Badenova Windparks Kallenwald (v.l.): Michael Klein (Geschäftsführung BadenovaWärmeplus), Thekla Walker (Umweltministerin Baden-Württemberg), Hans-Martin Hellebrand (Vorstand Badenova), Hans Jürgen Kalmbach (Vorsitzender des Vorstands Hansgrohe SE). Foto: Hansgrohe SE

Die Hansgrohe Group setzt gemeinsam mit Badenova, Energiedienstleister aus Freiburg, ein Zeichen für die Energiewende vor Ort. Der Hersteller von Premiumprodukten für Bad und Küche mit Sitz in Schiltach wird erstmalig als regionaler Abnehmer erneuerbaren Strom aus dem neu gebauten Badenova Windpark Kallenwald im Schwarzwald über einen Dienstleister beziehen. Damit zeigen die beiden Unternehmen auf, wie Produktionsstandorte mit und durch den Ausbau regenerativer Energieerzeugung in der Region dekarbonisiert werden können.

Kooperationsmodell gewürdigt

Auch Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, würdigt den Ausbau der regionalen Windkraft in Kombination mit dem Engagement in Sachen Energiewende zweier regionaler Unternehmen. Sie besuchte den Windpark Kallenwald im Rahmen eines Pressetermins von Badenova und Hansgrohe am 6. Mai 2024 und weihte ihn feierlich ein. „Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Standortfaktor. Der direkte Zugriff auf günstigen Windstrom verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Die Landesregierung unterstützt diese Entwicklung. Mit vielen Einzelmaßnahmen der Task Force Erneuerbare Energien haben wir die Zeit vom Antrag bis zur Genehmigung eines Windrads deutlich verkürzt. Wir rechnen daher in den kommenden Jahren mit einem neuen Aufschwung der Windkraft“, so Walker.

Aufwind für die regionale Energiewende

„Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Badenova unseren Beitrag für die Energiewende in der Region zu leisten“, so Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands Hansgrohe SE. „Seit 1987 gehen wir stringent den Weg der grünen Transformation. Zum einen mit wasser- und energiesparenden Produkten, die gleichzeitig helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren. Aber auch durch unser Bestreben für einen nachhaltigen Energiebezug.“ Die Vereinbarung mit Badenova sei deshalb auch für Hansgrohe ein absoluter Meilenstein auf diesem Weg. Für den Zeitraum von zunächst 2024-2029 beziehen die Hansgrohe-Standorte Offenburg und Schiltach diesen Strom und gehen somit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

Die Stromkaufvereinbarung, ein sogenanntes PPA (Power Purchasing Agreement), umfasst die Belieferung von Hansgrohe mit erneuerbarem Strom aus dem Windpark Kallenwald mittels eines Dienstleisters. Die Abnahmemenge pro Jahr entspricht der Ertragsmenge, die ein Windrad jährlich erwirtschaftet.

Große Ziele mit erneuerbaren Energien

Badenova-Vorstand Hans-Martin Hellebrand resümierte in seiner Begrüßung: „Wir haben uns als Energiewendegestalter beim Ausbau der erneuerbaren Energien große Ziele gesetzt, die wir auch konsequent umsetzen. Die Inbetriebnahme unseres Windparks am Kallenwald ist ein weiteres Beispiel für unser Bestreben. Dass wir zudem durch die Weitergabe des Kallenwald-Stroms an Hansgrohe die regionale Industrie auf dem Weg der Dekarbonisierung von Standorten unterstützen können, macht das Projekt zu einer absolut runden Sache.“

Fakten rund um das Windprojekt

Die Windkraftanlage des Herstellers Enercon steht im Bereich der Bergkuppe des Kallenwaldes auf der Gemarkung von Seelbach auf zirka 545 Metern Höhe. Mit 230 Metern Gesamthöhe und einer Nennleistung von 4,2 Megawatt (MW) gleicht der Typ den Windrädern des Windparks Hohenlochen. Mit der Windenergieanlage kommt modernste Anlagentechnologie zum Einsatz, die jährlich rund 9 Millionen kWh Strom erzeugt. Die dadurch generierte CO2-Einsparung pro Jahr beträgt rund 3.690 Tonnen. Eckpunkte, die auch die Kommunen vor Ort überzeugt und zu viel Unterstützung und einer guten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Projektbeteiligten geführt hatten.

Ausgleichsmaßnahmen

Nachhaltigkeitsaspekte sowie der Schutz von Flora und Fauna standen bei Planung und Umsetzung des Projekts stark im Fokus. Sebastian Schüßler, Leiter der Projektentwicklung Wind bei BadenovaWärmeplus, dazu: „Die Umsetzung von Projekten im Einklang mit der Natur hat bei uns einen hohen Stellenwert und wird sehr ernst genommen. Wir haben beim Kallenwald unseren Eingriff in die Natur sogar überkompensiert, was für uns zu unserem Selbstverständnis von regionaler Verantwortung gehört“. Als Kompensation der Eingriffe in die Natur und Umwelt legte BadenovaWärmeplus so unter anderem zwei Stillgewässer als Nahrungshabitat für Fledermäuse und Lebensraum für Waldschnepfen an und installierte über 150 Nistkästen für Fledermäuse, Haselmäuse und Vögel. Zwei Waldflächen bieten zudem langfristig Lebensraum für Fledermäuse und andere Tiere, indem sie aus der forstlichen Nutzung genommen werden. Der Großteil der Ausgleichsmaßnahmen läuft über die nächsten 20 bis 25 Jahre.


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